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Weil wir es wichtig finden, Mädchen und junge Frauen für technische Berufe zu begeistern, haben wir dieses Jahr das 2. Mal am Girls’ Day teilgenommen.

Die Konkurrenz unter den Anbietern des Girls’ Day ist groß. V.a. große Unternehmen haben die Möglichkeiten und finanziellen Mittel den Girls’ Day zu einem Groß-Event werden zu lassen. Ich verstehe den Reiz, Einblick hinter die Kulissen von produzierendem Gewerbe zu bekommen, sehr gut. Als relativ kleiner Dienstleister haben wir auf ganz andere Schwerpunkte gesetzt:

Wir wollten einen möglichst realistischen Eindruck in unsere Arbeit und v.a. auch in unsere Arbeitsbedingungen geben. Dafür haben wir uns erstmal vorgestellt und die Mädchen dann Mitarbeiter bei uns interviewen lassen. 

  • Wie sind sie zu Espresto gekommen?
  • Was macht ihnen Spaß an der Arbeit?
  • Was macht vielleicht auch keinen Spaß und warum?
  • Was ist ihnen wichtig für ihre tägliche Arbeit?
  • Wussten sie schon immer, dass sie im IT Bereich arbeiten wollen?

Die Mädchen haben dann eine Projektleiterin bei der Arbeit beobachtet. Was passiert wenn ein/e Kund/in bei uns anruft und wie setzen die Mitarbeiter/innen die Anforderungen um?

Im Anschluss haben die Mädchen Scratch vorgestellt.

Scratch ist eine erstmals 2007 veröffentlichte erziehungsorientierte visuelle Programmiersprache für Kinder und Jugendliche inklusive ihrerEntwicklungsumgebung und der eng verknüpften Online-Community-Plattform. […] Ihr Ziel ist es, Neueinsteiger − besonders Kinder und Jugendliche − mit den Grundkonzepten der Computerprogrammierung vertraut zu machen. 

Scratch ist wirklich sehr einfach zu verstehen und es  gibt sehr, sehr viele Tutorials, die zeigen, wie man einzelne Ideen umsetzen kann. Aus meiner Erfahrung würde ich denken, Scratch ist für Kinder ab ca. 9 Jahren (3. Klasse) geeignet und auch noch im Teenager-Alter interessant. Wie letztes Jahr hat den Mädchen Scratch sehr viel Spaß gemacht. Jedes Mädchen hat ein eigenes „Pong„ entwickelt – einige waren sogar so schnell, dass sie ganz andere Ideen umgesetzt haben:

Über das Feedback am Ende des Tages haben wir uns sehr gefreut: 

Was können wir besser machen? Nichts, war alles super! :-)

Die Mädchen waren dieses Jahr sehr motiviert und kommunikativ. Darüber haben wir uns gefreut, denn so konnten wir uns gegenseitig bereichern. Wir haben z.B. gelernt, wie Informatik heutzutage unterrichtet wird, was Spaß macht und an welchen Stellen sich technikbegeisterte Mädchen weitere Anregungen holen.

Entstanden ist eine (Mini-)Liste von Anregungen, die wir als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne auch für unsere eigenen Kinder nutzen werden: 

Über weitere Anregungen freuen wir uns. Wenn ihr also etwas kennt, gerne in den Kommentaren davon berichten.

Apropos eigene Kinder: Wir haben auch versucht zu berichten, warum wir gerne in einem etwas kleineren Unternehmen arbeiten – uns gefällt das Klima und dass wir alle MitarbeiterInnen persönlich kennen und jederzeit ansprechen können. Wenn man überhaupt von einer Hierarchie sprechen kann, ist die denkbar flach. Wir haben alle unsere Aufgabengebiete, schauen aber auch über unseren Tellerrand hinaus und bringen Verbesserungen und Ideen ein. Wir machen nach jedem Projekt Lessons Learned und profitieren so von den Erfahrungen der anderen Kolleginnen und Kollegen.

Persönlich ist für mich auch das Thema Familienfreundlichkeit wichtig. Wir tun so viel wie möglich, damit sich Privat- und Jobleben vereinbaren lässt. Wenn ich meinen FreundInnen von meinen Arbeitsbedingungen berichte, höre ich als nächstes oft die Frage: Sucht ihr gerade jemanden?*

Ich schätze sehr die flexiblen Arbeitszeiten und die unterschiedlichen Arbeitszeitmodelle, die wir hier haben, die Möglichkeit zum Homeoffice, die Möglichkeit in Elternzeit zu gehen und v.a. wieder zurückzukommen in den eigenen Job und die alten Verantwortlichkeiten zurückzubekommen. Während meiner Elternzeit (2x) war ich immer herzlich Willkommen mit Baby ins Büro zu kommen und konnte sogar an Regelsitzungen teilnehmen, um „up to date“ zu bleiben. Wir achten auf familienfreundliche Sitzungszeiten (nicht vor 10 Uhr/nach 16 Uhr) und versuchen Reisetätigkeiten in einem vernünftigen Rahmen zu halten.

Natürlich gibt es auch mal Zeiten, in denen mehr gearbeitet werden muss – dann gibt es aber Freizeitausgleich.

Ich hätte nach Schule oder Studium gar nicht gewusst, nach was ich fragen soll, um perspektivisch Vereinbarkeit von Job und Familie abzufragen. Deswegen haben wir auch über diese Punkte gesprochen.

 

Alles in allem hat uns der Girls’ Day großen Spaß gemacht. Vielen Dank an die Teilnehmerinnen!

 

*Tatsächlich suchen wir gerade eine/n PHP-Entwickler/in.

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